Wir sind in der Kirche, nicht auf dem Spielplatz!

Wir sind in der Kirche, nicht auf dem Spielplatz!

Mit diesen grimmig einleitenden Worten der Franziskanerinnen Ordensschwester startet das diesjährige Krippenspiel in Roßbach. Ich schaute und vor allem hörte mich um. Die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt, viele Familien mit noch mehr Kindern waren anwesend. Großeltern saßen strahlend neben ihren Enkeln, Menschen, welche sich das Jahr über selten sehen, kamen beim Roßbacher Krippenspiel zusammen. Der Weihnachtsbaum prächtig geschmückt, viele Kerzen brannten. In allen Gesichtern Vorfreude auf das Krippenspiel und den heiligen Abend. Von Spielplatzatmosphäre waren an diesem Abend alle mehr denn je entfernt, was auch durch den durchweg festlichen Kleidungsstil unterstrichen wurde. Sicherlich haben Ordensschwestern ein anderes Verständnis von Ruhe und Einkehr als wir Eltern. Bei allem Respekt vor der Arbeit der Ordensschwestern verweise ich hier auf den Freitags- und Sonntagsgottesdienst, welcher ein optimales Maß an Ruhe bietet. Wie viel Einsatz von ehrenamtlichen Helfern hat es gekostet, das Kinderkrippenspiel vorzubereiten. Und welches Maß an Geringschätzung bringt man ihnen mit diesen einleitenden Worten entgegen. Jeder durchschnittliche Kindergeburtstag hätte in Hinblick auf Lautstärke und Bewegungsdrang ein Vielfaches dessen der vollbesetzten Roßbacher Kirche an diesem Abend übertroffen.

Ich wünsche allen Familien sowie deren Angehörigen und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest mit vielen leuchtenden und aufgeregten Kinderaugen.